Filmvorführung: Sudan, Remember Us
Eindringliches Porträt einer Generation, die der Poesie den Vorzug vor dem Schweigen und der Fantasie den Vorzug vor der Angst gab. Shajane, Maha, Muzamil, Khatab und die Stimme des Dichters Chaikhoon bilden einen filmischen Chor – jung, politisch rebellisch und künstlerisch furchtlos. In ihren Zwanzigern stehen sie an vorderster Front einer Revolution und stellen sich einer korrupten Armee und paramilitärischen Milizen entgegen, die für brutale Kriegsverbrechen in Darfur, Kordofan und am Blauen Nil verantwortlich sind. Sie hätten die Hoffnung schon vor dem Start verlieren können. Stattdessen bauten sie durch Gesänge, Gedichte und Träume eine Bewegung auf, die dazu beitrug, ein Regime zu stürzen. „Sudan, Remember Us“ verbindet intimes Geschichtenerzählen mit weitreichender politischer Dringlichkeit und fängt den ungleichen Kampf zwischen dem Feuer der Milizen und den unerschütterlichen Stimmen des Volkes ein. Es ist eine Hommage an die Kraft der Worte – und eine Erinnerung daran, dass Freiheit ein Kampf ist, der zuerst in der Vorstellungskraft entsteht.